| Gehirnwäsche |
| Mittwoch, 13 Januar 2010 | ||
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So wie das letzte Jahr aufgehört hat, ging es weiter im 2010. Harte Aufschläge, ungewollte Schwimmer, blutige Nase, Freestyle Autofahren, ungewollter Waschgang in der Terminator Walze. Das Jahr hat mit vielen guten, jedoch auch ein paar schlechten Highlights begonnen. Wir verbrachten einen wunderbaren Silvester bei Mariano, Cecillia und der ganzen Familie. Keine grosse Pary, einfach gemütlich, mit gutem Essen und Wein. Wir haben es unglaublich genossen und möchten uns bedanken für die Gastfreundschaft! Am ersten Januar erwachten wir also ohne Kopfschmerzen und waren motiviert für den Salto Alerces. Das ist ein grosser Wasserfall eine Stunde entfernt von Marianos Haus und eine grosse Touristen Attraktion. Weil der Rio Manso im Moment sehr viel Wasser geführt hat war es auch möglich den Wasserfall im Seitenkanal zu befahren. An diesem Versuchten wir uns dann auch als erstes. Die Auslosung ergab, dass ich als erster dran war. Die Einfahrt ist schwer zu fahren, doch ich kam gut durch und runter. Als nächstes war Mariano dran. Er kenterte in der Einfahrt und ging die ganze Rutsche mit Kopf unten runter. Im Pool öffnete sich auch noch seine Spritzdecke und so ging der Erste baden. Daniel erwischte die Linie perfekt, war jedoch auch beeindruckt von der Power die das Wasser nur schon hier im Seitenkanal hatte. Severin war als Letzter dran. Die Einfahrt erwischte er eigentlich wie gewollt nach Links, oder zu weit Links? Er krachte gegen die Felswand, das Kajak drehte sich und er ging rückwärts den Fall runter. Trotz gebrochenem Paddel gelang es ihm aufzurollen und ins Kehrwasser zu paddeln. Viel Action und Adrenalin.....! Wir kletterten zur Ausichtsplattform hoch und schauten uns den richtigen Alerces an. Die Power vom Seitenkanal hat uns alle überrascht und hier wartete das X-fache davon. Direkt vor dem Hauptfall befindet sich eine weitere Stufe die laut Mariano erst einmal vor 15 Jahren von Kajaklegende Brennan Guth befahren wurde. Das spornte mich an und ging mit Kayak zum Einstieg rauf. Mein Plan war die Eingangsstufe zu befahren und danach links ins Kehrwasser um den Grossen noch einmal anzuschauen. Unglücklicherweise musste ich nach der ersten Stufe eskimotieren und verpasste somit das Kehrwasser. Nicht so schlimm fand ich, denn ich kannte die Linie ja. Mit viel Power und Tempo kam ich ganz Links wie gewollt über die Kante. Irgendwie katapultierte es mich ziemlich crazy den Fall runter.......der Aufschlag unter war aber ziemlich weich doch ich ging runter und runter, die Spritzdecke ging auf, es war dunkel und ich wartete, wartete und hoffte in der abfliessenden Strömung wieder aufzutauchen. Nach einer Zeit die mir wie unendlich vorkam wurde es wieder hell und ich war an der Oberfläche. Mariano stand perfekt mit dem Wurfsack und zog mich raus. Der Zweite ging somit baden, doch ausser einer blutigen Nase war alles OK. Nach viel Action am Manso sagten wir Tschüss zu Mariano und der ganzen Familie und fuhren sechs Stunden südlich zum Rio Futaleufu. Für mich ist das einer der schönsten Flüsse die ich jemals gepaddelt bin und für die meisten die schon mal hier waren wahrscheindlich auch. Die Farbe des Wassers, das traumhafte Wildwasser und die atemberaubende Landschaft hier ist unglaublich! Leider war es die ganze Zeit am regnen, was das campieren nicht sehr angenehm macht, dafür den Fluss mit Wasser füllt. Der Futa war komplett voll und nicht wieder zu erkennen. Vor zwei Jahren hatten wir hier ungefähr zwei Drittel weniger Wasser! Wir richteten unser Camp im Cara del Indio direkt am Fluss ein verbrachten zehn Tag hier. Schon am zweiten Tag jedoch passierte, was man denkt, passiert einem selber nie. Unser schönes, liebes Mietauto versuchte eine Airscrew (Ein Überschlag komplett in der Luft, normal ausgeführt von Profis mit dem Kajak in grossen Wellen!) Zum Glück passierte der jungen argentinischen Lenkerin und unserem Material nichts! Fazit: Frisch verliebten Pärchen sollte man nie den Schlüssel fürs Auto überlassen. Könnte sein, dass das Mädel auf einmal alleine loszieht und das Auto mit dem Spielboot und die Strasse mit der Welle verwecheselt. Von da an waren wir also ohne Auto, doch wir schafften es trotzdem fast jeden Tag aufs Wasser. Marcos half uns manchmal mit seinem Auto aus, oder dann hielten wir den Daumen raus. Vielen Dank! und vielen Dank auch an seinen Vater der uns zweimal zu einem köstlichen Abendessen einlud! Nach ein paar Tagen tauchte auch Basti auf :) und so gab es jeden Abend zusätzlich noch riesigen Fisch, viel Bier und Fleisch! Als der Regen nicht mehr aufzuhören schien, heizten wir den Hotpool ein und nuzten den Ofen gleichzeitig um das Lamm zu braten. So viel Spass hat mir kochen noch nie gemacht! Auf dem Fluss hatten wir riesig Spass und konnte alle Abschitte mehrmals fahren. Rapids wie der Throno oder Terminator waren riesig und jeder von uns surfte ein paar Wellen mehr oder weniger ungewolltt. Am meisten stockte uns der Atem jedoch als Severin mittig auf die Terminator Walze hinzu steuerte. Die Walze ist Dank dem hohen Wasserstand weniger gefährlich als normal und so lies sie Severino auch nach ein paar überschlägen raus. Adrenalin! Jetzt sind wir zusammen mit Figo, Figochico und seinem Bus unterwegs Richtung Süden zum Rio Baker unserem absolutem Favorit! Wir sind gespannt auf den Wasserstand und freuen uns! |
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